Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Letztes Feedback
   13.04.18 17:54
    Fängt ja gut an. Väter,
   13.04.18 17:54
    Fängt ja gut an. Väter,
   13.04.18 17:58
    Kann ja nur besser werde



http://myblog.de/little-big-mom

Gratis bloggen bei
myblog.de





Mein Little-Big-Horn

 

„Mein Waterloo“ würden andere wohl sagen….

Wem genau der endgültige Bruch der Familie zuzuschreiben ist, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben.

Eigentlich war jeder schuld. Und vielleicht war es auch notwendig. Ich für meinen Teil würde offenen ehrlichen Hass jederzeit dem scheinheiligen hinterhältigen aber stets freundlichen Getue vorziehen.

Damals wie heute!

Und so kam es, dass ich den Stein seinerzeit ins Rollen brachte.

 

 

Vorweg sei erwähnt, meine Mutter Poor-Angel musste aus der ehelichen Situation heraus. Mit ihrem Auszug aus der Ehewohnung konnte sie endlich ein wenig aufatmen. Leider lebte damals mein kleiner Bruder Lazy-Horse noch in der Ehewohnung und hat die Scheidung unserer Eltern nur schwer verkraftet. Weil er noch recht jung und unschuldig war, wollten wir ihn nicht zu sehr mit den Hintergrundgeschichten belasten. Er machte auch keine Anstalten es dringend wissen zu wollen. Aber es war offensichtlich, dass er es Poor-Angel übel nahm, dass er – im Gegensatz zu seinen älteren Geschwistern –  nie seine unbekümmerte Kindheit mit beiden Elternteilen bis zu seinem Auszug erleben durfte.(Naja, er ist jetzt 26 Jahre alt und immernoch im Elternhaus als wohnhaft gemeldet...)

Es widerstrebt mir ein bisschen ihn zu erwähnen, aber da er nun mal auch seine Rolle in dem Drama spielt, erzähle ich nun von Colonel Zaster. Mein geldgieriger pädophiler Vater.

Da er von vornherein nie Kinder gewollt und auch keinen Hehl daraus gemacht hat, entstand auch nie das besonders väterliche Verhältnis zwischen ihm und meinen Brüdern und mir. Alles was es gab war der Schein.

Eigentlich darf es mich nicht wundern, dass er mir gegenüber ganz andere Gefühle entwickelte. Was er alles mit mir angestellt hat soll hier nicht im Detail erörtert werden. Ich weiß nicht, ob Kinder hier mitlesen. Fassen wir es grob zusammen und sagen, er hat mich über einen mehrmonatigen Zeitraum sexuell missbraucht als ich 13 oder 14 Jahre alt war. Als ich befürchten musste, dass er mich eines Tages vielleicht in triebtäterlicher Manier beseitigen würde, vertraute ich mich Poor-Angel an und sie sorgte dafür, dass er mich nicht mehr anrührte. Er beschränkte sich fortan auf „harmlosere“ Belästigungen. Trotzdem stand für mich fest, dass ich da so schnell wie möglich weg musste. Ich begann Aussteuer zu sammeln. Tassen, Gläser, Handtücher, Besteck, etc. Ich plante jung zu heiraten und mit einem jungen Mann und ein bisschen Hausstand eine eigene Familie weit fort von hier zu gründen. Ich fühlte mich zu Hause nicht mehr sicher. Ständig erwischte ich Zaster bei allerlei Hinterhältigkeiten. Mal durchwühlte er meine Unterwäsche. Mal las er mein Tagebuch. Manchmal stand er keuchend in meiner Kinderzimmertür, während ich mich schlafend stellte. Manchmal berührte er mich im Vorbeigehen – wie aus Versehen – an gewissen Körperstellen oder machte unsittliche Bemerkungen, die nur ich zu hören schien. Aus Gründen, die ich nicht verstand, hat er mich zur Psychotherapie angemeldet. Seine neue Masche war es, alles abzustreiten was geschehen war und er wollte mich dort wohl einer Gehirnwäsche unterziehen. Allerdings fand ich in der Psychologin eine freundliche Vertraute, die mir Glauben schenkte und mir half, das Trauma zu verwinden.

Die Jahre vergingen und meine Gefühle für Zaster verdichteten sich zu kalter Verachtung. Hatte ich als junges Mädchen geglaubt, ich sei schuldig oder hätte was verbotenes geduldet, so wusste ich es nach der Psychotherapie besser. Schuldig war Zaster. Und er hat etwas verbotenes getan! Zuerst mit mir, später auch mit minderjährigen Nutten vom thailändischen Babystrich. Sogar meine Nichten hat er schon belästigt. Hoffentlich holt er sich irgendwann eine Seuche, die ihm den Schw#nz abfaulen lässt!

Über seine Geilheit nach Geld gäbe es auch genug zu berichten... Nachdem er die Familie bis zum Schluss knapp gehalten hatte, ist er nun ein reicher alter Mann, der seine Frührente genießt und sich allmonatlich mit Kreuzfahrten und Flugreisen die Zeit vertreibt. Sein Vermögen liegt gut versteckt in den Niederlanden und weiß Gott wo, damit er seiner Unterhaltspflicht gegenüber Poor-Angel entkommen konnte. Poor-Angel hat nicht mal genug Unterhalt um die Umlagen ihrer Wohnung zu decken und Colonel Zaster - der Frührentner - fordert von ihr, dass sie sich Arbeit sucht (trotz ihrer körperlichen Behinderung). Die Frau kann doch nicht mal einen Telefonhörer lang genug halten! Was soll jemand arbeiten, der seine Arme und Beine nicht schmerzfrei bewegen kann und dazu noch eine Sehschwäche und kein Geld für eine anständige Brille hat?

Lazy-Horse hatte ich ja bereits erwähnt. (zufällig ist sein chinesisches Sternzeichen Pferd. Ansonsten ist er seit Kindertagen eine stinkend faule Socke, dem das Glück immer in Schoß fiel) Er ist mein 4 Jahre jüngerer Bruder. Er und ich unterstützen unsere Mutter so gut es geht - auch finanziell. Ich würde gern mehr für sie tun, aber sie will es gar nicht. Zu Lazy-Horse: Er hat sich bei der Bundeswehr etabliert und ist zumindest in beruflicher Hinsicht nicht mehr ganz so faul. Privat hat er ständig wechselnde Partnerinnen und kommt stets vom Regen in die Traufe. Die eine hat gesoffen, die andere war untreu, die nächste hatte Borderline und die Aktuelle ist so eine möchtegern-Gutmensch-Tussie aus Hamburg. Sie predigt von Frieden und Liebe und wirft mit Molotow-Cocktails, wenn man nicht ihrer Meinung ist... Darüber hinaus nimmt sie ihm sein ganzes Geld ab, obwohl sie bereits Unterhalt aus erster Ehe kassiert. Aber das soll mich nicht kümmern. Was mich wohl am meisten an dieser Frau stört ist, dass sie ihre Kinder vernachlässigt, die dringend öfter zur Schule gehen sollten statt den ganzen Tag an ihren Handys zu spielen! Nachts ist sie wach und will Halli-Galli (Hamburg schläft nicht), tagsüber spielt sie dann Dornröschen und kümmert sich um nichts. Für ein bisschen Arbeit ist sie sich zu schade (und zu müde). Ich gebe dieser Person keinen Namen. Es lohnt nicht. Nächstes Jahr ist diese Liaison passé. Ich habe mich auch nicht wegen dieser Lebensabschnittsgefährtin mit Lazy-Horse bis in die Steinzeit verkracht. Es ging vielmehr darum, dass er ein unflätiges Schandmaul hat und mich bei jeder sich bietenden Gelegenheit beleidigt und betitelt und sich gleichzeitig wer weiß wie toll findet, weil er im Rahmen seiner kaputten Beziehungen allerlei lustige psychosomatische Krankheitsbilder auswendig gelernt hat, so dass er mir sämtliche diesbezügliche Fremdworte ungeniert an den Kopf werfen kann und sich wie ein Eichhörnchen darüber freut, wenn ich für eine passende Antwort erst mal googeln muss. Wenn er gewollt hätte, dass unsere Mutter stolz auf ihn ist, hätte er sein Latein lieber im Arztstudium gelernt, statt beim nachmittäglichen Kiffer-Kränzchen.

Gott, hab ich eine Wut auf diesen Kerl!

Mein älterer Bruder (fortan Sitting-Peeing-Bull genannt) ist das genaue Gegenteil von Lazy-Horse. Ihm ist beruflich keine so große Karriere beschieden worden. Sein einziges zweifelhaftes Glück soll wohl seine kleine Frau sein, unter deren Pantoffel er steht (daher sein unrühmlicher Name) und für die er gewaltig kratzbuckelt. Sie hat sich ihre Stellung auf dem Podest auch gut bezahlen lassen. Wollte sie einen Führerschein, brauchte sie nur mit den Fingern zu schnippen und Sitting-Peeing-Bull hat ihn ihr bezahlt. Wollte sie mit ein paar Freundinnen nach Mallorca, so hat er auch das bezahlt und dazu noch die (fast gemeinsamen) Kinder gehütet.  Ich bin bis heute überzeugt, dass sie Sitting-Peeing-Bull beim zweiten Kind gewaltig Hörner aufgesetzt hat.  Zum einen sieht das Kind meinem Bruder nicht sehr ähnlich (wohl aber dem mutmaßlichen Erzeuger), zum anderen war ich damals noch die allerbeste Freundin und habe ihre mehrmonatige Affäre live und in allen Einzelheiten mitbekommen.

Sitting-Peeing-Bull darf sich aber nicht beschweren. Seine Schwiegereltern lassen ihn kostenfrei im modernisierten Anbau – eine Maisonette-Wohnung auf zwei Ebenen und großzügigem Garten – leben. Da er sich auch mit Colonel Zaster gut versteht, profitiert er auch aus dieser Richtung.

Als ich zum ersten mal schwanger war, fing seine Frau – meine damalige Freundin – an mich auf Schritt und Tritt zu kontrollieren und zu verbessern. Aus ihren anfänglich gut gemeinten Ratschlägen wurden schließlich Vorwürfe, wenn ich anders handelte. Da ich beruflich damals gerade meinen Hals in der Schlinge hatte (mein damaliger Chef, ein frankfurter Anwalt, hatte mich wegen der Schwangerschaft nicht kündigen können und strafte mich mit übelstem Mobbing) war ich ohnehin sehr angeschlagen und nervlich am Ende. Bedingt durch die hochsommerliche Hitze und meine allgegenwärtige Übelkeit konnte ich kaum genug Flüssigkeit zu mir nehmen, so dass es mir wirklich schlecht ging. Als ich endlich ein Getränk fand, welches ich bei mir behalten konnte, kümmerte es mich herzlich wenig, dass es ausgerechnet Cola war. Meine Schwägerin jedoch plusterte sich auf und begann hinter meinem Rücken in der Familie über mich zu lästern. Sie erzählte unter anderem, dass ich mit Cola versuchen wollte, mein ungeborenes Kind zu beseitigen. Das war denn echt zu viel des Guten! Von den üblen Nachrichten der aufgewiegelten Verwandtschaft ganz zu schweigen!

Ich schrieb einen langen wütenden Brief mit all den unschönen Wahrheiten über meine Schwägerin zu ihren Händen. Darin ließ ich sie mal ihre eigene Medizin schmecken. Vielleicht hätte ich das nicht tun sollen. Aber immerhin war ich den direkten Weg gegangen, ohne hintenrum zu tratschen.  Die Folgen meines Handelns sind in der Familie bekannt. Ich fiel in Acht und Bann. Und jeder der sich mit mir abgab ebenfalls.

Um der ganzen Situation zu entkommen, verbrachte ich einen Kurzurlaub in Konstanz zusammen mit Poor-Angel, weil ich mich in meinem Zustand nicht alleine traute. Es war ein schöner Trip und ich erholte mich gut. Sogar Poor-Angel fand den Tapetenwechsel ganz gut, obwohl sie nicht viel besichtigen konnte. In der Familie brodelte es natürlich lustig weiter. Kaum waren wir zurück, wurde Poor-Angel von der Familie ebenfalls verstoßen. Hauptsächlich wegen ihrem guten Verhältnis zu mir. Aber auch, weil sie sich beschwichtigend in eine andere Angelegenheit eingemischt hatte. Meine Brüder hatten zu dem Zeitpunkt nämlich auch eine kleine Meinungsverschiedenheit. Es ging um Geld. Der Kleine schuldete dem Großen ein unbeträchtliches Sümmchen. Es war eine Lappalie, aber es genügte das der Haussegen zwischen Sitting-Peeing-Bull und seinem Drachen schief hing. Poor-Angel schickte Lazy-Horse also dort hin, um endlich die Situation zu klären. Lazy-Horse war schlecht gelaunt, weil er eigentlich zu faul war, extra da hin zu fahren um die Sache ins Reine zu bringen. Geld genug hatte er zwar, aber er ließ sich auch nicht gerne gängeln. So kam es, dass Lazy-Horse als er dort aufschlug einen dummen Spruch von sich gab und seiner Schwägerin, die zufällig die Tür geöffnet hatte, das Geld vor die Füße warf. Für Sitting-Peeing-Bull und seine Frau machte es den Anschein, als habe Poor-Angel Zwietracht säen wollen. Da sie ohnehin schlecht auf Poor-Angel zu sprechen waren, erklärten sie sie kurzerhand in einem letzten wütenden Telefonanruf buchstäblich für tot.

So kam es dass meine Mutter die Kinder ihres Sohnes nie mehr wiedersehen durfte. Die Verzweiflung hierüber ließ Poor-Angel ein ganzes Jahr nicht los und stürzte sie in eine unbeschreibliche Depression. Mein eigenes Kind war schon lange auf der Welt, als meine Mutter endlich ihre Trauer wieder in den Griff bekam. Aber die Kluft in der Familie bleibt unüberwindlich. Ich kann Sitting-Peeing-Bull und Lazy-Horse niemals verzeihen, dass sie unserer Mutter wegen nichts und wieder nichts so übel mitspielen mussten!

 

Und ich kann es mir auch nicht verzeihen.

 

16.4.18 12:33


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung