reflections

Die Flucht nach vorn

 

Tja, in ein paar Stunden ist es dann wohl soweit.

Heute fahre ich nach Dienstschluss nach Braunschweig, um Halfdan kennen zu lernen.

Ich weiß noch nicht genau, wie ich mich fühlen soll.

Vor meinem ersten Treffen mit Brander war ich damals sehr aufgeregt und voll freudiger Erwartung gewesen. Ich hab mich glücklich und federleicht ums Herz gefühlt. Ich habe ihn geliebt.

Diesmal ist es anders.

Ich bin nicht die Bohne nervös. Nur ein wenig nachdenklich.

Egal wie die Sache ausgehen wird – ob er sich als Liebhaber tauglich erweist oder nicht – ich nehme mir fest vor, den Trip so gut es geht zu genießen. Auch falls die Chemie nicht stimmen sollte.

Ich meine, der Mann sieht jetzt nicht schlecht aus und er ist unternehmungsfreudig. Okay. Er schreibt auch immer wieder so nette Koseworte wie „Schatz“ oder „Honey“ und das fühlt sich schön an.

Allerdings sind wir irgendwie so gar nicht auf einer Wellenlänge.

Mich reizt der Wahnsinn. Das Verrückte. Das Abenteuer.

Und er springt auf meine Avancen so überhaupt nicht an.

Er ist ein Langweiler. Ein Spießer.

 

Da hab ich ihm doch gestern abend ein Bild von mir im halb offenen Bademantel geschickt und er fing an von seiner Arbeit zu erzählen, dass er einen neuen Kollegen einarbeitet usw.

Boah ist das öde.

Und die Lawine an Smileys und Emojis und Herzchen und Küsschen reißen es auch nicht wirklich wieder raus.

 

Hinzu kommt seine ungeheure Unsicherheit, die er hinter permanentem Gekicher versteckt. Ehrlich – das nervt.

 

Unsere Gespräche sind eintönig. Er immer so: „Boah, ich find dich so toll. Du bist ja so süß. Ich will mit dir kuscheln!“

Und ich so: „Danke. Wie nett von dir. Ja.“

Hm.

 

Vielleicht irre ich mich ja und wir werden eine total tolle Zeit zusammen haben und viel lachen und interessante Gespräche führen und wilden Sex haben.

 

Aber mein Gefühl sagt mir, dass es ein Reinfall wird und ich stell mich schon mal seelisch moralisch auf eine deprimierende Katastrophe ein.

Trotzdem: Eine Chance soll er haben.

 

 

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten.

Ein bekannter Ritter aus Facebook hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich nicht bei der nächsten Buhurt-Meisterschaft in Belepsch als Supporter helfen möchte und ich habe sofort ja gesagt.

Da darf ich Männer an- und ausziehen, ihnen zu trinken geben und in vorderster Reihe den Kämpfern zusehen. Einen gratis Schlafplatz und Verpflegung bekomme ich auch.

Die Sache findet irgendwann im Oktober statt.

Ich bin schon so sehr gespannt.

 

 

 

12.6.20 10:38

Letzte Einträge: Von Gefährten und Fellmäuschen und verkanntem Zauber, Mein Fehler, Sauer, Wenn Motoren und Herzen brechen, Der Gang nach Canossa, Die Chatten

bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sam (15.6.20 13:28)
"vielleicht irre ich mich ja und wir werden eine tolle Zeit miteinander haben",nein,werdet ihr nicht,sorry
Jedenfalls nicht,solange du nicht klarstellst,dass ihr nur Freunde sein werdet,dann könntet ihr eine tolle Zeit haben!


Little-Big-Mom (16.6.20 02:58)
Sam, das was ich am wenigsten brauche sind männliche Freunde.

Ich wollte einfach nur Sex.
Mehr nicht.

Ja, verurteile mich oder was auch immer, aber ich bin halt noch nicht tot. ;-)

LG


Sam (17.6.20 09:43)
Das letzte,dass ich tun würde,ist dich zu verurteilen,Mom😏
Was immer du tust,geniesse es,lebe es aus,koste es vollkommen aus und nimm dir soviel davon,wie du willst😈


Little-big-mom (17.6.20 17:00)


Danke, dass du es verstehst.

Ich weiß ja selbst, dass Frauen für ihre Lust zum Akt schnell einen gewissen Ruf weg haben.


Sam (17.6.20 19:43)
Mom,in 1000 Jahren könnte dein Ruf nichts so schlecht sein,wie meiner,geht nicht
Ja,wenns ein Mann tut,ist er ein toller Hecht,ein Womanizer,wenn eine Frau sich das selbe Recht rausnimmt,nennt man sie im besten Fall Flittchen - ich nenne das Heuchelei🥱solche Menschen kotzen mich an👍

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