reflections

Mein Fehler

 

Nach Durchsicht meiner vorangegangenen Einträge musste ich mir tatsächlich ein paar Dinge eingestehen…

 

Es ist vermessen von mir zu glauben, dass ein Jahr im Mittelalter und eine Stunde Schwertkampftraining mich zum Experten machen würden.

Vielleicht hat Halfdan Recht und ich sollte ihn mehr unterstützen, statt ihn mit bösen Ahnungen zu verfolgen.

Das ganze soll ja schließlich auch Spaß machen.

 

Andererseits heißt es in der Edda:

 

„Das ist Seelentausch, sagt Einer getreulich

Dem Andern Alles was er denkt.

Nichts ist übler als unstet sein:

Der ist kein Freund, der zu Gefallen spricht.“

 

Warum sollte ich sein Vorhaben bejubeln und beklatschen, wenn ich doch ganz anders darüber denke?

Am besten wird sein, ich sage gar nichts mehr.

 

Und überhaupt: gibt es denn wirklich gute oder schlechte Anführer? Kann nicht jeder zum Jarl geboren sein, wenn der Wunsch danach so groß ist?

 

Die Edda sagt:

„Laster und Tugenden liegen den Menschen

In der Brust beieinander.

Kein Mensch ist so gut, daß nichts ihm mangle,

Noch so böse, daß er zu nichts nützt.“

 

Andererseits weiß ich, dass Halfdan in seinen bisherigen Führungspositionen bereits massiv Ärger hat.

Er sollte ein Gruppen-Projekt bezüglich einer Spendenkampagne leiten. Das Ende vom Lied war, dass kein Mensch auf ihn gehört hat und er nicht fähig war, dafür zu sorgen, dass die übrigen Team-Mitglieder ihr Soll auch erfüllten. Er hat schließlich alles alleine getan und wollte dafür auch die alleinige Anerkennung, was den anderen Leuten nicht sehr gefallen hat. Er kam zu Streitgesprächen, die beinahe das Scheitern des ganzen Projektes bedeutet hätten. Er wurde sogar zu einem Gespräch bei seinem Vorgesetzten geladen und bekam ob seines Übereifers einen Rüffel.

 

Ich sehe in Halfdan einen Mann mit großen Visionen und Ideen.

Aber ich sehe genauso, wie keiner ihm folgen will, weil er es nicht schafft zu überzeugen.

 

Das muss nichts schlimmes bedeuten.

 

Ich bin doch selbst nicht besser.

 

Auch ich besitze Talente und Phantasie und Ideen. Trotzdem bin ich weder Anführer noch Mitläufer. Ich bin genau wie Halfdan – ein Einzelgänger.

 

Ich sammel meine Kräuter, ich bearbeite meine Wolle, ich nähe meine Kleider, ich schreibe meine Geschichten und Gedichte.

Allein der Schwertkampf wird mich zur Interaktion zwingen.

 

Ich denke, das ist auch gut so.

 

 

…Das Herz frißt dir Sorge, magst du keinem mehr sagen

Deine Gedanken all…

24.7.20 09:50

Letzte Einträge: Es schläft ein Lied in all den Dingen…, Was klagt was lobt man doch?, ...und mit Geistesstärke tu ich Wunder auch, Besser Brettchen im Rahmen, als vorm Köpfchen, I will go down with this ship

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