reflections

Kurz vorm aufgeben

 

 

 

Ich bin mal wieder an einem dieser berühmten Punkte im Leben angelangt, wo ich alles in Frage stelle.

 

Von Brander kommt kein Zeichen. Kein Interesse. Nichts.

 

Was mache ich mir eigentlich vor?

 

Am liebsten würde ich alles hinschmeißen und das Mittelalter gleich mit!

 

Ich hab einfach das Gefühl, ich komme nicht richtig vorwärts. Außerdem verstricke ich mich mehr und mehr in lauter kleine Schwierigkeiten, die schnell ausarten können.

Zum Beispiel habe ich Kontakt zu diversen Mittelaltergruppen, die sich untereinander nicht leiden können. Außerdem fühle ich mich in keiner Gruppe richtig geliebt oder wertgeschätzt.

Immer bin ich Außenseiter und keiner nimmt Notiz von mir.

Außer natürlich die Leute, die ich absolut abstoßend finde. Die kleben an mir, wie Fliegen an der Scheiße!

 

Wenn ich nicht bald in irgendeiner Weise ein Erfolgserlebnis kriege, werde ich mich aus der ganzen Geschichte wieder zurück ziehen.

 

Kann sein, dass das heute nur wieder so eine Stimmung von mir ist.

Aber wer will mir das übel nehmen?

 

Am Montag war meine Scheidung.

 

Keine Sau hat es interessiert.

 

Das ganze Procedere hat keine 7 Minuten gedauert.

Und das obwohl mittendrin das Diktiergerät der Richterin kaputt gegangen ist.

Es war eine hübsche junge blonde Frau mit künstlichen Fingernägeln und mein Exmann hat es sichtlich bedauert ausnahmsweise keinen Blaumann samt Schraubenzieher angehabt zu haben.

 

Hinterher war er noch bei mir und ich hab den restlichen Tag tapfer und mit vorbildlicher Mine hinter mich gebracht.

 

Erst abends als die Kinder im Bettchen waren, konnte ich meinem Unglück freien Lauf lassen und ein allerletztes mal um einen gescheiterten Traum weinen.

Ich habe Der-Mit-Zwei-Jobs-Tanzt lange Jahre sehr geliebt und alles dafür getan, dass er immer glücklich und zufrieden war.

Ich habe 10 Jahre meines Lebens an ihn geopfert und rein überhaupt nichts dafür bekommen.

 

Und das gleiche würde mir mit Brander auch passieren.

 

Wie mit jedem anderen Mann.

 

Ich scheine nicht für die Liebe geschaffen zu sein.

 

 

Immer wenn ich für die Liebe kämpfe, reißen meine Bemühungen nur noch tiefere Klüfte zwischen mich und meinen Partner.

 

 

Darum ist alles so sinnlos.

 

23.9.20 10:20

Letzte Einträge: Chancenlos in die Niederlage, Feel like Buddy Holly, Es blühen Herbstzeitlosen…, Masochist müsste man sein...

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