reflections

Zwischen guten und schändlichen Taten

Zadkiel war am Samstag bei mir.

Die Kinder waren nicht da und wir konnten in Ruhe einen Filmeabend genießen.

Ich holte mein Mohnblüten-Öl und er hat meine Verspannungen damit ein bisschen gelockert.

Auch hat er wieder einen Versuch unternommen mich zu beglücken.

Leider kommen seine Bemühungen nach wie vor aktiver Sterbehilfe gleich, so dass wir auch diesmal irgendwann abbrechen mussten.

Ich weiß gar nicht, warum ich das alles mitmache. Weder finde ich ihn sonderlich attraktiv, noch hege ich irgendwelche Gefühle für ihn.

Aber irgendwie kann ich ihn verstehen. Er will unbedingt wieder potent werden und es darum immer wieder versuchen. Ich lasse ihn gewähren. Auch heute will er nach seinem Training bei mir vorbei schauen.

Vielleicht wird ein wenig Magie helfen?

 

Wir haben uns vorgenommen ein Starterkit mit psychoaktiven Pilzen anzubauen und damit eine bewusstseinserweiternde Reise zu unternehmen.

Das könnte uns beiden viele Fragen beantworten.

 

Ich bin bereit jeden Schritt zu unternehmen, der mich von meinem alten Leben weg bringt.

Und vielleicht haben die Götter mir diesen Verrückten geschickt, um mir dabei zu helfen.

 

 

 

 

Auf Facebook hab ich wieder eine Reihe lustiger Experimente gestartet.

Es kommt vor, dass befreundete Freunde, die ich nicht direkt kenne, Anfragen schicken.

Normalerweise ignoriere ich sowas.

Jetzt hab ich sie alle angenommen und sofort ein politisches Statement nach dem anderen rausgehauen.

Ich bin gespannt, wie süß und toll mich die Welt findet, wenn ich ihr einen Blick hinter die Fassade gönne!

 

Meine Freunde stehen nicht wirklich hinter mir.

Auf jedem Schlachtfeld steh ich stets allein.

 

Aber zumindest ist der Gegenwind bisher halbwegs erträglich.

 

Und dennoch…

 

Ich bin allein.

 

 

 

 

Ich hatte Branders Nummer beim letzten Gespräch wieder auf meinem Handy gespeichert.

Diesmal aber unter einem Pseudonym. Das macht die Sache unpersönlicher.

Leider sehe ich jetzt wieder seine ganzen Statusmeldungen und ich bin am überlegen, ob ich ihn wieder löschen soll.

Ich schaff es einfach nicht mein Herz vor ihm zu verschließen.

Wenn mein Weg mich nicht bald aus der Misere führt, weiß ich mir keinen Rat mehr.

 

 

 

 

Gestern habe ich eine Betreute von meinem Chef nach Hanau zu einem MPU-Termin gefahren.

Ich blieb die ganze Zeit an ihrer Seite und hab sie angefeuert und moralisch unterstützt.

Sie ist eine alte Witwe mit beginnender Senilität, aber dringend auf ihr Auto angewiesen.

Was am traurigsten ist: weder ihre Tochter noch ihre erwachsenen Enkelsöhne haben sie zu dem Termin fahren wollen.

 

Ich ganz allein hab es getan und meinen freien Nachmittag dafür geopfert.

 

Zum Dank hat sie mir abends spät noch 50,- € zugesteckt.

(Das klingt viel. Allerdings hab ich allein fürs Parkticket bereits 12,00 € gezahlt… )

 

 

Tja, das war meine gute Tat für diesen Monat.

 

 

<3

 

 

 

 

 

10.11.20 09:58

Letzte Einträge: Die lieben Kinderchen, Gotta find my way, Frohes neues Bla, Ich liebe dich, Existence is pain, Gefallener Engel

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